- 1: Infos zur Aufnahme.
- 2: Über Uns.
- 2.1: Art und Auftrag der Einrichtung.
- 2.2: Historie.
- 3: Galerie.
- 4: Kontakt.
Historie
Die Arbeitstherapeutische Werkstatt wurde im Jahre 1977 von Mitarbeitern der Drobs Hannover und Mitarbeitern der Therapeutischen Wohngemeinschaft für drogenabhängige junge Menschen in Hannover gegründet. Anlass für diese Initiative war die Tatsache, dass Drogenabhängige nach einem erfolgten Drogenentzug keine Chancen hatten, einen Arbeitsplatz auf dem Arbeitsmarkt oder gar einen Ausbildungsplatz zu finden (sog. Lehrlingsberg in der Mitte der 70er Jahre). Die Gründung fand als Maßnahme zur beruflichen Integration ehemals drogenabhängiger und verhaltensabweichender Jugendlicher bundesweite Beachtung, denn auf diesem Gebiet beschritten die Gründer der ATW Neuland.
Die Finanzierung wurde seinerzeit durch Beihilfen des Niedersächsischen Kultusministeriums, des Berufsbildungsinstitutes Berlin (BiBB), der Stadt und des Landkreises Hannover möglich.
Ziel der arbeitstherapeutischen Maßnahme war es damals, den Teilnehmern der einjährigen berufsvorbereitenden Kurse einen ersten Einblick in das Berufsleben zu verschaffen, ihnen zur Orientierung verschiedene Handwerksberufe vorzustellen und sie über begleitende sozialpädagogische Maßnahmen bei der Aufarbeitung psychosozialer Defizite zu unterstützen.
Im Jahre 1983 gelang es dann mit Unterstützung des Niedersächsischen Sozialministeriums die Finanzierung der ATW von den jährlich gewährten Beihilfen auf die Grundlage eines festen Pflegesatzes im Rahmen einer Pflegsatzvereinbarung mit dem Land zu stellen. Diese Umstellung auf eine feste Finanzierung, gewährte den Hilfesuchenden einen Rechtsanspruch nach dem Bundessozialhilfegesetz.
1987 erklärte sich das Arbeitsamt Hannover bereit, von den damals insgesamt 24 Plätzen in 3 Berufsfeldern (Tischlerhandwerk, Kfz-Handwerk, Metallbau) 6 Plätze in Ausbildungsplätze umzuwandeln, ein Angebot, das dann noch einmal um weitere 3 Plätze erweitert wurde.
1998 hat die ATW in Kooperation mit der STEP „Sprungbrett“ gegründet und damit ihr Angebot auf Drogenabhängige ausweiten können, die im Methadonprogramm des Landes Niedersachsen waren. Anlass war die Erfahrung, dass eine Vielzahl substituierter Drogenabhängiger nicht die notwendigen Voraussetzungen zur Aufnahme eines Beschäftigungsverhältnisses auf dem freien Arbeitsmarkt besaß. Um diese zu erlangen entstanden die „Arbeitsprojekte“ Malerei und Gebäudereinigung, finanziert über städtische Beihilfen.
In 2000 kam es ein letztes Mal zu einer Ausweitung des Angebotes der ATW. Nachdem die Erfahrung gezeigt hatte, dass die klassischen Handwerksberufe in der ATW für junge Frauen nicht attraktiv sind, konnte noch einmal auf der Grundlage einer Pflegsatzvereinbarung mit dem Land ein Angebot speziell für junge drogengefährdete Frauen geschaffen werden und zwar im Berufsfeld der Bürokommunikation.



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